4. – 4. Schuljahr

Silke Pyroth

Muster in Geteiltaufgaben

Divisionsaufgaben in einer Einsdurcheins-Tafel strukturieren

Spätestens zur Einführung der schriftlichen Division sollten Kinder das kleine Einsdurcheins verinnerlicht haben. Dass es gar nicht so schwierig wie befürchtet ist, können die Kinder in einer kleinen Unterrichtseinheit erfahren. Neben dem Strukturieren der Aufgaben lernen sie dabei die Technik „Lernen mit Lernkarten kennen.

„Das Einmaleins kann ich ja, aber geteilt macht mir Probleme! „Außerdem sind es unheimlich viele Geteiltaufgaben! So oder ähnlich äußern sich viele Kinder, wenn sie dividieren sollen.
Auch in einem 4. Schuljahr ist es bei solchen Äußerungen angebracht, zunächst die Grundvorstellungen der Division zu aktivieren. Dazu werden mit Material einige Aufgaben handelnd durchgeführt, also Dinge verteilt oder aufgeteilt. Anschließend bieten solche Äußerungen Grund genug, einmal nachzufragen: „Wie viele Geteiltaufgaben hat denn das kleine Einsdurcheins? Dafür muss zunächst geklärt werden, welche Aufgaben zum kleinen Einsdurcheins gehören: Es sind alle Divisionsaufgaben mit einem Dividenden zwischen 1 und 100 und einem Divisor (Teiler) zwischen 1 und 10. In der Erprobungsklasse ist schnell klar, dass es ebenso viele wie Einmaleinsaufgaben sein müssen, nämlich genau hundert. Aber wie viele dieser 100 Aufgaben halten die Kinder für schwierig? Eine Schätzung vorab kann weit voneinander abweichen und motivierend wirken. Um die Schätzergebnisse zu überprüfen, so kündigt die Lehrkraft an, sollen die Kinder alle Aufgaben auf Karten notieren. Dadurch können die Aufgaben später sortiert werden.
Strategien für die Notation
Im Gespräch mit der gesamten Lerngruppe wird zunächst geklärt, wie die Aufgaben möglichst geschickt notiert werden: „Wie schaffen wir es, alle 100 Einsdurcheinsaufgaben so aufzuschreiben, dass wir keine vergessen und keine doppelt haben? In der Erprobungsklasse gibt es dafür mehrere Vorschläge. Eric meint: „Ich schreibe immer eine Geteiltaufgabe auf, und Mirza schreibt dann die Umkehraufgabe dazu. Nicht nur Mirza hält diese Vorgehensweise für ungeeignet: „Das ist doch viel zu unübersichtlich! Und für manche Aufgaben brauchen wir doch gar keine Umkehraufgabe, z.B. für 1:1! Gleich mehrere Kinder schlagen eine reihenweise Notation vor, wobei einige lieber mit der kleinsten, andere mit der größten Aufgabe beginnen wollen. Es lohnt sich, eine solche Diskussion über mögliche Strategien vor dem Austeilen der Vorlagen zu führen, um ein unüberlegtes Herumprobieren und Frustration der Schülerinnen und Schüler zu vermeiden. Denn allzu schnell werden die Aufgaben flüchtig und falsch notiert (Abb. 1 ).
Die Herstellung der Karten
Um einen Austausch der Schülerinnen und Schüler untereinander zu gewährleisten, bietet sich das Notieren aller 100 Aufgaben in Partnerarbeit an. Soll jedes Kind einen eigenen Kartensatz besitzen, ist Einzelarbeit ebenfalls möglich. Damit die einzelnen Karten später gut zu greifen sind, wird die Vorlage auf festes Papier kopiert (KV 17). Diese Bögen werden für eine bessere Übersicht vor dem Auseinanderschneiden möglichst systematisch beschriftet (Abb. 2 ). Mit 5x5cm passen die Karten gestapelt gut in eine Kinderhand und zu einer Einsdurcheins-Tafel ausgelegt auf die meisten Schultische.
Durch das Auslegen können die Kinder ihren Kartensatz auf Vollständigkeit überprüfen. Schwächere Kinder, die Schwierigkeiten beim Erkennen des Musters haben, können die letzten Karten passend ergänzen. Dies bietet sich zudem als spielerische Übung an (Abb. 3 ).
Wenn alle Aufgaben auf der Vorderseite korrekt notiert wurden, schreiben die Kinder deren Ergebnisse auf die Rückseite. Schwächere Kinder arbeiten mit einfacheren Aufgaben und malen auf die Rückseite ein Punktefeld mit passender Aufteilung (Förderhinweise).
Verwendung als Lernkarten zur Automatisierung
Nun können die Kinder sie als Lernkarten verwenden, um die Aufgaben weiter zu üben. Dazu nehmen sie...

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