1. – 2. Schuljahr

Silke Pyroth

Mathekonferenzen durch Symbole unterstützen

Mit Symbolkarten das Verbalisieren und Darstellen anregen

Geometrische Muster durchschauen einige Kinder sehr schnell, andere benötigen dafür zusätzliche Anleitung und Übung. Wer Probleme hat, Strukturen zu erkennen, profitiert von einem Austausch mit anderen besonders. Aber auch leistungsstärkeren Kindern nützt solch eine Zusammenarbeit beim Ausbau ihrer verbalen Fähigkeiten.

In dieser Unterrichtseinheit werden serielle geometrische Muster mit einfachen geometrischen Formen thematisiert, wobei der Schwerpunkt auf der Versprachlichung und der Mathekonferenz liegt. Besonders einfache Muster bestehen aus kurzen Musterfolgen und nur wenigen Formen oder Merkmalen. Schwierigere Muster enthalten mehrere Formen, Farben, ineinander verschachtelte Folgen und längere Zyklen; mitunter werden Formen auch gedreht dargestellt.
Vorbereitungen vor der Mathekonferenz
Manchen Kindern fällt es sehr leicht, Muster zu erkennen und fortzusetzen, andere haben damit große Schwierigkeiten. Teilweise beginnen diese Probleme schon beim Erkennen und Benennen von Formen und Farben. Deshalb sollten die Farben und die Grundformen sowie deren Bezeichnungen eingeführt und eingeübt werden, bevor sich die Kinder mit Mustern aus diesen Formen auseinandersetzen.
Nachdem die Kinder die Bezeichnung der Grundformen und Farben mit Hilfe von Symbolkarten gemeinsam im Plenum geübt haben, bekommen alle Kinder ein eigenes Set mit Symbolen für Grundformen und Farben (Seite 2 und 3 von KV2).
(Falls es nicht möglich ist, einen Klassensatz farbiger Seiten auszudrucken, kann die kopierfähige schwarz-weiße Variante genutzt werden.)
Auf den Symbolseiten sollen die Kinder zunächst die einzelnen Symbole zeigen und diese dann entlang der gestrichelten Linien ausschneiden. So bereiten sie die Symbolkarten für die spätere Arbeit in der Mathekonferenz vor.
Nach dem Üben der Bezeichnungen für verschiedene Formen und Farben sollen die Kinder nun Musterfolgen aus diesen Elementen beschreiben und fortsetzen.
Die Lehrkraft heftet ein einfaches Muster aus den vorhandenen Formen und Farben (z.B. immer abwechselnd einen roten Kreis und ein weißes Quadrat) an die Tafel. Die Kinder haben die Aufgabe, das Muster zu beschreiben und mit Hilfe der bereitgestellten Formenkarten (KV3 ) fortzusetzen. Hierzu bietet sich der „Kinositz an, bei dem die Kinder nah am Geschehen sind und alle die gleiche Blickrichtung haben. Bei Begriffen wie „links und „rechts oder „erst und „dann ist die frontale Ausrichtung sehr viel vorteilhafter als ein Sitzkreis.
Bei den Fortsetzungen der Muster sollte die Lehrkraft besonders auf den korrekten Sprachgebrauch achten: Die Kinder sollen nicht nur zeigen, wie sie die Muster weiterlegen, sondern dies auch mit Worten beschreiben. Dabei helfen einige weitere Symbole, die die Lehrkraft wie folgt einführt (Seite 1 von KV2, Abb. 1 ):
  • die Lupe steht für „ich habe entdeckt, dass …“
  • die Eins steht für „zuerst
  • die Zwei steht für „dann
  • die weißen und blauen Bausteine stehen für „abwechselnd
  • der Pfeil zwischen zwei Feldern steht für „zwischen
  • zwei bogenförmige Pfeile stehen für „gedreht
  • eine waagerechte Klammer steht für „immer und soll der Kennzeichnung eines vollständigen Mustersatzes dienen
Zusätzlich stehen auch die Formen- und Farbenkarten aus der ersten Unterrichtsphase zur Verfügung.
Die Symbole helfen den Kindern bei der Versprachlichung und werden passend zum Muster gelegt bzw. gezeichnet. Sagt ein Kind: „Da sind immer abwechselnd ein roter Kreis und ein weißes Quadrat., werden die Symbole „immer, „abwechselnd, „Kreis und „Quadrat zum Muster gelegt. Die Symbolkarten für die Farben sind nur in sehr schwachen Lerngruppen notwendig (Abb. 2 und 3 ).
Für die Fortsetzung von Mustern gibt es immer mehrere Möglichkeiten. Alle seriellen Muster, auch die für diese Unterrichtseinheit verwendeten, können sehr einfach fortgesetzt werden, indem sie jeweils...

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